Wir veranstalten am 27./28. April wieder ein Rettungsgeräteseminar zum Erwerb der Selbstpackerlizenz in Leipzig.

Darüberhinaus werden (lebens)wichtige Kenntnisse zu möglichen Fehlerquellen beim Einbau und beim Auslösen der Rettung thematisiert.

Anmeldung und weitere Infos über: info(at)luftsportverein-neuseenland(Punkt)de

UDPATE (26.04.13): Wir starten planmäßig am morgigen Samstag um 10 Uhr in der Turnhalle der HTWK (Arno-Nitzsche-Straße 29 in Leipzig).

Wer spontan noch einsteigen möchte, meldet sich bitte telefonisch bei Christian.

RÜCKBLICK

Was macht ein Gleitschirmpilot bei Regen? Er bereitet sich auf die kommenden Flüge vor.

Diesem Motto folgend, versammelten sich am Morgen des 27. April um 9.45 Uhr die Teilnehmer der diesjährigen Auflage unseres Rettungsgeräteseminars an der Sporthalle der HTWK. Stephan Hornung, Fluglehrer aus Jena, hatte ein abwechslungsreiches Programm für zwei volle Tage gestrickt.

Nach theoretischen Betrachtungen zu möglichen Situationen und Problemen beim Auslösen des Rettungsgerätes begann der praktische Teil, bei dem jeder sein Rettungsgerät im Simulator auslösen sollte. Und siehe da: Es traten die ersten Probleme auf. Drei Retter ließen sich nicht auslösen, bei weiteren gab es Optimierungsbedarf nach einer K-Prüfung.

Wir erschraken und waren gleichzeitig sehr dankbar, die potentiell lebensgefährlichen Fehler auf dem sicheren Erdboden entdeckt zu haben.

Nachdem die Fehler behoben waren ging es an das Packen der Rettungsgeräte. Stephan zeigte jeden einzelnen Arbeitsschritt ausführlich und betreute jeden Piloten individuell. Denn neben den unterschiedlichen Rettungsgerätetypen/-herstellern galt es, deren unterschiedliche Einbauspezifika zu beachten. Während der konzentrierten Arbeit verflog die Zeit sprichwörtlich wie im Fluge, näherte sich der erste von zwei Seminartagen seinem Ende.

Am Sonntag wiederholte sich das Prozedere mit zwei neu hinzugekommenen Piloten - und auch bei dieser überschaubaren Stichprobe traten gravierende Fehler im System Gurtzeug-Rettung zu Tage, die im Extremfall dessen Funktionstüchtigkeit beeinträchtigt hätten.

Fazit: Wir legen jedem Piloten die Teilnahme an einem solchen Rettungsgeräteseminar dringend ans Herz. Denn es hat sich gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem System Gurtzeug-Rettung im allgemeinen und die K-Prüfung im speziellen für jeden Piloten einen großen Sicherheitsgewinn darstellt. Einen Sicherheitsgewinn, der über Leben und Tod entscheiden kann.

Der O-Ton von Andreas:

„Durch den langen Winter und das oft durchwachsene Wetter fiel das Retterseminar Ende April in den Saisonauftakt. Alles war gut organisiert. Stephan war vor Ort und wir konnten Samstag mit sechs Teilnehmern pünktlich um 10 Uhr mit dem Seminar beginnen. Die Turnhalle der HTWK ist riesig und wir konnten sie die meiste Zeit komplett nutzen um unsere Retter zu werfen, fliegen zu lassen und zu packen.

Nach dem Aufbau der Hängevorrichtung für die Gurtzeuge startete das Seminar mit der Theorie zum Rettereinsatz. Dabei wurden die niedrigen Flughöhen im Flachland beim Hangfliegen berücksichtigt. Vor der Mittagspause folgte die Praxis des Retterwurfs. Nicht bei allen funktionierte die Auslösung auf Anhieb problemlos, aber kleine Änderungen beim Rettereinbau halfen die Schwierigkeiten zu überwinden. Auch die Wurfweiten waren bei uns noch steigerungsfähig. Vor und nach dem Mittag zeigte Stephan an zwei verschiedenen Kappen das Retterpacken, welches wir im Anschluss unter Anleitung selbst erlernten. Die Zeit reichte, die Retter nach dem Einbau ins Gurtzeug noch einmal zu werfen und erneut zu packen. Leider konnten sich die meisten nicht für zwei Tage loseisen, so dass am Sonntag nur zwei weitere Teilnehmer, Wolfgang und ich zum Training vor Ort waren. Werfen und Packen konnten wir in der kleinen Gruppe wiederholt trainieren. Hoffe, wir sehen unsere Rettungen nur beim Packen. Nächstes Jahr gerne wieder bei einem Retterseminar.“

Rettungsgeräteseminar 27./28.04.2013