Tag 16?? Ja, die meisten sind schon ein paar Tage zurück, wir hatten sogar etwas Thermik mitgebracht und am Hainer See gab es dann auch gleich wieder schöne Flüge, das geht auch zuhause am 9. September noch! Jens ist noch dortgeblieben, fliegt und hält das Retrieve-Team bei Laune. Der Rest der Truppe fliegt jetzt nur noch im Kopf mit den Geiern, da sind noch genug Erlebnisse, die es zu verarbeiten gilt. Für mich war es supertoll, auch nach 21 Jahren Gleitschirmfliegen kann man von so einer Fahrt mit der gleichen Begeisterung wie nach dem ersten Hochriesflug wieder einlanden!

Der umgekehrten Reihe nach:

Letzter Tag: Die Abreise.
Schnell sind nach dem Frühstück die Koffer gepackt und verladen, ich muß noch in Nr.11 Tschüß sagen. Der Haufen Taschentücher auf dem Tisch ist erschreckend groß und es fällt mir sehr schwer, ins Auto einzusteigen... :°-(
In Madrid vertreiben wir uns die Zeit bis zum Abflug mit shoppen, endlich ist Zeit, für zuhause ein Mitbringsel zu organisieren. In Piedrahita gab es ja kaum einen Laden. Ein richtiger Großstadt-Kulturshock ist das hier.

Am Flughafen treffen wir Sven, der für die letzen Tage fast 1.000km quer durch Spanien zu neuen Zielen unterwegs war. Scheinbar nicht ohne Erfolg ... Ob er jetzt bald den Paraboy-Vertrieb von Spanien aus macht?
Ein letztes Cerveza zum Einschlafen für den Heimflug, easyJet fliegt durch den sunset nach SXF und Knut bringt uns mit undab-gehts wieder nach L:E: Das war's!

Fazit: 5 Flachlandflojos sind an 10 von 11 Tagen geflogen, mehr als 470km, mehr als 70h Airtime  Piedrahita - wir kommen wieder!

Tag 11
Am letzten Flugtag will ich nach den ganzen Absitzern in Paßnähe nochmal was erreichen. Erst laß ich die vielen wegfliegen und mache mich kurz vor CloseWindow fertig. Da kommt das Rückholteam, die Mädels wollen nach Avila, was für eine Motivation! nix flirten, starten! 
Auch Profis haben manchmal Schwierigkeiten: Dieter ist schon unten, als ich noch am Hang den Einstiegsbart suche. Jens verträgt beim soaren den Flugverkehr nicht, kratzt wieder zu lange zu weit unten und muß sich von Pino und Lolli wieder hochfahren lassen. Auch ich muß bangen und in 300mGND wieder einen Flachlandbart ausgraben, der mich nach 1,5 Std  (Voooorsicht, Geduhuld!! meine magische Absauf-Zeit) auf Schlagdistanz zum Paß bringt. Erst was Essen und Trinken. Dann schüttle ich in einem 0,1m/sec-Bart, wie gemacht für den Flachlandpiloten, den Pulk ab, der mich die ganze Zeit verfolgt hat und versenke 5 Bergflieger in Villabajo. Der Weg ist frei! Heute existiert der Paß nicht. 5-6 Bärte bringen mich nach Avila und beinah wäre ich dann doch noch wieder zurückgeflogen. 

Blick nach Avila:


4 Stunden, 75km, 3.150MSL.  Ein versöhnlicher Abschlußflug!!

Mitten in der Nacht die Siegerehrung. Wir werden nicht beim XCopen, sondern von Pino und Lolli geehrt und jeder bekommt ein Auto.
Daß es bei mir ein Abschleppwagen ist, ist purer Zufall!